
Kaum waren die letzten Zelte abgebaut, vermisst man das TOLLROCK schon wieder. Aber wie heißt es so schön? Nach dem Festival ist vor dem Festival! Und die Vorfreude auf 2027 ist jetzt schon riesig. Denn noch am Freitag ließen die Veranstalter die erste Bombe platzen: SAXON kommen 2027 nach Schmidt!

Bereits in der Nacht zu Donnerstag rollten die ersten Wohnwagen, Wohnmobile und PKW Richtung Green Camping. Mittags war schon ordentlich Betrieb und die ersten "Claims" waren abgesteckt. Manche etwas großzügiger als nötig. Aber wie jedes Jahr regelte sich das mit der Zeit ganz von alleine.

Was das TOLLROCK einfach besonders macht, war auch 2026 wieder überall zu spüren. Diese entspannte Stimmung auf dem Campingplatz. Egal ob alte Bekannte oder neue Nachbarn. Irgendwo wurde immer gegrillt, gelacht oder ein Kaltgetränk geteilt. Zusammen mit der Kulisse am Rursee und den unzähligen Helfern aus Schmidt entsteht hier Jahr für Jahr eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht.

Und weil das TOLLROCK eben nie langweilig wird, gabs am Donnerstagabend noch einen ungeplanten Bonus. Ein LKW-Auflieger wurde kurzerhand zur Bühne umfunktioniert.

Den Anfang machten E'lite aus Heimbach. Die junge Coverband legte mit jeder Menge Energie los und gab bekannten Songs von den Red Hot Chili Peppers, den Spin Doctors oder Blink 182 einen frischen Anstrich. Spätestens bei Numb von Linkin Park war klar: Das Wochenende ist eröffnet!

Danach wurde es deutlich härter. Krawall & Remmidanni schoben mit Rage Against The Machine, Foo Fighters und Slipknot ordentlich Kohlen nach. Vor der Bühne wurde gepogt, was das Zeug hielt und der erste Moshpit des Wochenendes hatte es direkt massiv in sich.

Am Freitag öffneten sich pünktlich die Tore zur Schönen Aussicht. Bühne, Videowall, kalte Getränke, gutes Essen, Merchstände, Lounge und jede Menge gut gelaunte Rockfans waren auf Der Schönen Aussicht anzutreffen.

Nach der Begrüßung durch Speaker Manfred "Manni" Lennartz durften Black Remains, Gewinner des Bandcontests 2025, das TOLLROCK 2026 offiziell eröffnen. Die Jungs lieferten ehrlichen Hard Rock und zeigten, warum sie sich den Slot verdient hatten.

Mit Brunhilde wurde es anschließend laut, dreckig und energiegeladen. Die fränkische Band zündete ihr Crossover-Brett und brachte die Reihen ordentlich in Bewegung.

Ein Name fiel auf dem Campingplatz immer wieder, wenn nach den "Must Sees" gefragt wurde: Die Happy. Marta Jandová und ihre Band lieferten genau das ab, was man sich erhofft hatte. Jede Menge Power, Spielfreude und einen Auftritt, bei dem spätestens bei Survivor keiner mehr stillstehen konnte.

Mit Life Of Agony zog internationales Flair über die "Schöne Aussicht". Die New Yorker spielten zahlreiche Songs ihres Kultalbums "River Runs Red" und wurden von den Fans lautstark gefeiert.

Und dann kam Accept. Zugegeben nicht unbedingt unser tägliches Genre. Aber was die Heavy-Metal-Legenden auf die Bühne gebracht haben, war einfach beeindruckend. Druck, Spielfreude und natürlich Balls To The Wall – Ganz großes Kino!

Für den einzigen kleinen Aufreger sorgte ausgerechnet die Konfettikanone. Einige Fäden landeten in der benachbarten 110-kV-Leitung und plötzlich war die Backstagezufahrt gesperrt. Kurz wurde es spannend, ob Ragetrack überhaupt spielen können. Zum Glück gab es schnell Entwarnung.

Zum dritten Mal standen die Jungs schließlich in Schmidt auf der Bühne und lieferten wie immer kompromisslos ab. Rage Against The Machine mitten in der Eifel, Moshpit vor der Bühne und hunderte Fäuste in der Luft. Genau so muss ein Festivalabend enden.
Während auf dem Gelände langsam die Lichter ausgingen, war auf den Campingplätzen noch lange nicht Schluss. Überall wurde friedlich weitergefeiert, gelacht und auf den ersten Festivaltag angestoßen. Genau diese Mischung macht das TOLLROCK jedes Jahr aufs Neue zu etwas ganz Besonderem.
Der Samstag startete traditionell mit dem TOLLROCKERZ-Bandcontest. Während sich die einen beim Bier-Yoga dehnten, andere eine Runde radelten oder ganz entspannt frühstückten, wurden vor der Bühne schon die Vorbereitungen für den Contest getroffen.
Den Anfang machten Light The Blind aus Köln. Mit einer ordentlichen Portion Metalcore war direkt klar, dass die Messlatte hoch gelegt wird. Danach übernahmen Kleinkunstkommando aus der Eifel mit ihrem charmanten Punk-Pop, bevor Cyant aus Aachen auf die Bühne kamen. Respekt für alle Bands und Zuschauer, die den heißen Temperaturen trotzten!


Mit druckvollem Modern Metal und jeder Menge Energie spielten sich Cyant schließlich zum Sieg des Bandcontests 2026. Sie werden das TOLLROCK 2027 eröffnen. Herzlichen Glückwunsch!

Anschließend gehörte die Bühne Velvet Rush aus Hamburg. Die vier Musiker rund um Frontfrau Sandra Lian brachten klassischen Hard Rock mit ordentlich Groove auf die Schöne Aussicht und bewiesen, warum sie aktuell zu den spannendsten Newcomern der Szene gehören.

2026 feiern Itchy ihr 25-jähriges Bandjubiläum und davon war auf der Bühne jede Sekunde zu spüren. Punkrock, der einfach nach vorne geht, eine bestens aufgelegte Band und ein Infield, das mittlerweile bis auf den letzten Platz gefüllt war. Gitarrist Sibbi Haffner sorgte dann noch für einen der Momente des Wochenendes, als er kurzerhand auf seinem Gitarrenkoffer durchs Publikum surfte. Stilvoller kann man Crowd-Surfing wohl kaum betreiben.

Thundermother - Die vier Schwedinnen lieferten eine starke Mischung aus Hard Rock, Heavy Metal und Bluesrock ab und zeigten eindrucksvoll, warum sie seit Jahren zu den besten Livebands ihres Genres zählen. Man munkelte, dass nach dem Auftritt noch bis tief in die Nacht gefeiert wurde. Beweisen können wir das allerdings nicht.

Dann wurde es Zeit für eine der ganz großen deutschen Rockinstitutionen: H-Blockx! Seit über 35 Jahren stehen sie für Crossover "Made in Germany" und hatten mit ihrem aktuellen Album Fillin The Blank natürlich auch neues Material im Gepäck. Sänger Henning Wehland zitierte Ingo von den Donots, der die Platte als "Das zweite richtige Album" betitelte. Die Band spielte ein unfassbar druckvolles Set und das Publikum wirbelte so viel Staub auf, dass man sich zwischenzeitlich eher in der Sahara als in Schmidt fühlte.

Den Abschluss übernahmen FromZero aus Italien. Die Linkin Park-Tributeband zeigte eindrucksvoll, wie zeitlos die Songs der original Band sind. Fast zwei Stunden lang, mit Hits wie One Step Closer, Crawling, Faint oder In The End, konnten die Fans die Show genießen. Ein würdiger Schlusspunkt für einen weiteren grandiosen Festivaltag. Ein grandioses Team steckt hinter dem TOLLROCK e. V.

Im Laufe des Samstags gab es dann aber einen weiteren Grund richtig zu feiern. Die Veranstalter gaben einen Großteil des TOLLROCK-Line Ups 2027 bekannt. Für die Besucher vor Ort gab es außerdem ein limitiertes Kontingent an vergünstigten Festival- und Tagestickets.
Hier noch das aktuell angekündigte Lineup:

Wir freuen uns jetzt schon auf die Ausgabe 2027 und sind gespannt, welche Acts noch dazu kommen werden - SAVE THE DATE!
Hier gehts zum TOLLROCK!